Meine Kandidatur

Im Frühjahr 2021 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Klimapolitik der alten Bundesregierung, der großen Koalition aus CDU und SPD, gegen die Freiheitsrechte der jungen Generationen verstößt. Obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon seit beinahe 17 Jahren zivilgesellschaftlich für Klimagerechtigkeit aktiv war, erinnere ich mich eindrücklich an diesen Moment. Mir wurde klar, dass die Politik nicht verfassungskonform handelt. Ebenso frustrierend war es für mich zu sehen, wie rückwärtsgewandt die amtierende schwarz-gelbe Regierungskoalition  den Kohleausstieg und den Strukturwandel „bei mir vor der Haustür“ angeht. So wurden und werden die wichtigen Impulse, die wir in der Kohlekommission verhandeln konnten, von der Landesregierung konterkariert. Ich erlebe, wie die wertvolle und engagierte Arbeit der Verbände, der Anwohner und der Klimabewegung ignoriert werden. Stattdessen herrschen die Verharrungskräfte einer Weiter-So-Mentalität.

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Am 10. Dezember 2021 wählte die Landesdeligiertenkonferenz der Grünen mich auf Platz 13 unserer Landesliste

Wie verheerend diese Einstellung ist, wurde mir durch meine Mitarbeit in verschiedenen Gremien immer und immer wieder vor Augen geführt. Ein Schlüsselmoment war, als ich als Koordinatorin für nachhaltigen Strukturwandel im Beirat zur Begleitung des Strukturwandels im Rheinischen Revier eine revierweite Waldvernetzung anregte. Diese ist essentiell, damit wir das Artensterben eindämmen, Naherholungsgebiete schaffen und unsere Region an den Klimawandel anpassen können und somit resilient für die Zukunft aufstellen. Entgegnet wurde mir: ‘Frau Grothus, wir tun doch schon genug für den Umweltschutz in NRW – wir steigen doch schon aus der Kohle aus!‘

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Ehrlich gesagt: Wir brauchen Politiker*innen mit einem ganzheitlichen Verständnis in einer Zeit der multiplen Krisen.  Politiker*innen, die die ökologischen Krisen ignorieren, die den Aufbruch in eine klimagerechte Zukunft ausbremsen und für die Politik auf Augenhöhe mit den Bürger*innen nur ein hohle Phrase ist, müssen abgelöst werden. Statt Bremsern und Verweigerern brauchen wir parlamentarische Mehrheiten für frischen Wind und einen anderen Politikstil.

Deswegen habe ich mich dafür entschieden, meine Energie dafür einzusetzen, der gesellschaftlichen Mehrheit für soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Partizipation eine parlamentarische Mehrheit an die Seite zu stellen. Gemeinsam haben progressive Mehrheiten in Düsseldorf, in der Zivilgesellschaft und auf der Straße die Möglichkeit, die Welt zu verändern. Dafür trete ich an.

Mit Verantwortungsbewusstsein, einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, Gestaltungswillen und Mut, denn wie heißt es in meiner Heimatstadt, der Kolpingstadt Kerpen:

„Wer Mut zeigt, macht Mut“

  1. Kolping